Dienstag, 10. Juni 2014

2014.06.10

Sind gute Erfahrungen ausschließlich extreme Erfahrungen? Ich tendiere dazu die schönsten Erinnerungen als die ruhigsten zu empfinden. Vielleicht weil man in diesen mit sich selbst im Reinen war oder sich sicher gefühlt hat. Ob nun innerliche Ruhe oder äußerliche, was ist mit Erfahrungen? Wo ist da eigentlich der Unterschied? Es muss einen Unterschied geben, sonst gäbe es diese zwei Worte nicht.
Machen uns die Erinnerungen nicht zu den Personen, die wir sind und ist es nicht gleichzusetzen mit den Erfahrungen, die wir in unseren Erinnerungen abgespeichert haben?
Wenn ich versuche, die Erfahrungen von meinen Erinnerungen abzuspalten, dann sind sie mehr oder minder extrem. Extrem im subjektven Sinne. Jeder würde das wahrscheinlich anders empfinden, je nachdem was für diese Person extrem ist. Aber ja, wie soll etwas prägen, wenn es nicht in irgendeiner Form extrem ist. Es muss ja schließlich einen Eindruck hinterlassen. Denn das Extreme/Prägende ist es, was uns stolpern lässt, innehalten. Im Idealfall wird darüber nachgedacht. Was macht diese Erfahrung gerade mit mir? Was könnte sie in Zukunft mit mir machen? Und was lasse ich zu, dass sie mit mir macht?

Aber… was sind denn gute Erfahrungen? Gute Erinnerungen? Erinnerungen, die uns ein gutes Gefühl geben? Oder lassen sich Erfahrungen garnicht bewerten, denn man macht sie und sie verändern einen, sind es doch die Erinnerungen und die Gegenwart, die man eigentlich bewertet? Also kann eine sogenannte schlechte Erfahrung, doch auch etwas gutes sein, wenn man daraus die Essenz seines eigenen Mensch-seins zieht. Manche mögen mir da wiedersprechen, doch auf mich trifft es zu.